Wie Karriere mit Kind gelingt

Karrieretipps

 

Kinder? Karriere? Kita! Was in Frankreich längst zur Realität junger Mütter gehört, ist hierzulande noch Wunschvorstellung: kein schlechtes Gewissen, wenn das Kind in Ausnahmesituationen noch nach 16 Uhr betreut werden muss. Adrienne Axler (63), CEO des internationalen B2B-Unternehmen Sodexo und selbst dreifache Mutter, gibt fünf Tipps, wie die Balance zwischen Kind und Karriere gelingt.

 

  1. Machen Sie sich klar, was Karriere für Sie selbst bedeutet

Viele denken beim Wort „Karriere“ an die klassische Management-Karriere im Top-Unternehmen. „Aus meiner Sicht macht die Erzieherin im Kindergarten oder der Altenpfleger im Seniorenheim aber genauso Karriere“, sagt Axler. „Karriere machen bedeutet, eine Vision zu haben, seinen Beruf mit Passion auszuüben und seine persönlichen Ziele zu erreichen.“ Seit fünf Jahren lenkt Axler die Geschicke von Sodexo in Deutschland und führt hierzulande mehr als 12.000 Mitarbeiter. Ihre Ziele als Geschäftsführerin: „Gemeinsam mit meinen Mitarbeitern arbeite ich darauf hin, dass Sodexo der angesehenste Arbeitgeber in unserer Branche wird.” 

 

  1. Schlechtes Gewissen adé

Häufig hemmt das direkte Umfeld die Karrierepläne von jungen Müttern. In Vollzeit arbeitenden Frauen, wird vorgeworfen, nicht genug für ihre Kinder da zu sein. „Von meinen Mitarbeiterinnen höre ich oft, dass es die eigenen Eltern oder die Schwiegereltern sind, die ihnen ein schlechtes Gefühl vermitteln, wenn sie sich für eine Kinderbetreuung entscheiden“, erklärt Axler. Die dreifache Mutter appelliert an Frauen hierzulande, sich ein Beispiel an den Franzosen zu nehmen: „In Frankreich gibt es das Wort ‚Rabenmutter‘ nicht. Unsere Nachbarn haben eine entspanntere Haltung zu Mutterschaft und Karriere. Das Thema ‚Fremdbetreuung‘ wird nicht kritisiert.“ Im Gegenteil: Eine Betreuung durch Bezugspersonen in Kindertagesstätten kann eine Bereicherung für das Kind sein. In den Sodexo-Kitas werden die Kinder ausschließlich von pädagogischen Fachkräften sowie erfahrenen Erziehern betreut und lernen den Umgang mit anderen Kindern.

 

  1. Lernen zu vertrauen

Viele Frauen haben den Anspruch, dass alles im Familienalltag und Beruf perfekt sein muss. Sie geben nur ungern Kontrolle an ihren Partner, geschweige denn an jemand „Fremden“ ab. „Fangen Sie an, Schritt für Schritt loszulassen. Als erstes bei kleinen Dingen. Verbringen Sie zum Beispiel einen Abend außer Haus, ohne vorher Anweisungen zu geben. Steigern Sie das immer mehr, bis Sie Mann und Kind für ein ganzes Wochenende zu Hause lassen. Wer lernt zu vertrauen, kann leichter Kontrolle abgeben und entwickelt eine entspanntere Haltung“, so Axler. Für Mütter, die ihr Kind erstmals in Betreuung geben oder auch während der Arbeit am Betreuungsalltag ihrer Kleinen teilhaben möchten, bietet Sodexo einen innovativen Digital-Service: Über eine geschützte Website können Eltern 24/7 auf verschiedene Fotoalben, einen aktuellen Kalender, den Speiseplan und Exkursionstermine der Kita zugreifen.

 

  1. Female Workforce für die größtmögliche Flexibilität
    Bei vielen Berufstätigen ist nicht jeder Arbeitstag gleich. Oft kommt ein Termin dazwischen. Oder etwas Unerwartetes bringt jeden noch so sorgfältig durchgeplanten Tag durcheinander. Spätestens um 16.00 Uhr geraten die meisten Mütter ins Schwitzen, denn schließlich müssen die Kinder rechtzeitig aus der Kita abgeholt werden. „Wählen Sie eine Kinderbetreuung, die sie vom pädagogischen Konzept her überzeugt und ihnen die größtmögliche Flexibilität bietet“, empfiehlt Axler. Mit Öffnungszeiten von 06.00 bis 21.00 Uhr und Ferienschließzeiten von maximal 22 Tagen im Jahr ermöglicht z.B. die Sodexo-Kita in Ulm ein entspanntes Arbeiten und verbessert so die Lebensqualität von Familien. Ein weiterer Tipp von Axler: „Schließen Sie sich mit Müttern zusammen, die mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben und gründen sie ein Notfallteam.“ Sollte bei einer Mutter der Tag länger dauern, wird eine Nachricht in die Runde geschickt und koordiniert, wer das Kind abholen kann. Je mehr Mütter sich zusammenschließen, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Notfallplan klappt.

 

  1. Schaffen Sie sich Lebensqualität im Alltag
    Lebensqualität definiert jeder anders. „Für mich ist Lebensqualität alles, was dem Leben den Extrageschmack gibt. Das kann Essen, Wein, Blumen oder auch Kunst sein. Diese Kleinigkeiten gönne ich mir bewusst als Ausgleich nach einem anspruchsvollen Businesstag. Denn Balance ist extrem wichtig, wenn wir erfolgreich im Beruf und mit Freude Eltern sein möchten“, führt Axler aus. Genau hier setzt die Mission von Sodexo an: Durch qualitativ hochwertige Kinderbetreuung sollen Eltern dabei unterstützt werden, ihr Familienleben und ihre Berufstätigkeit leichter miteinander zu vereinen. Auf diese Weise trägt Sodexo zur Verbesserung der Lebensqualität von Familien bei.

 

Die Karrierefrau:

Adrienne Axler ist seit dem 01. Oktober 2012 CEO von Sodexo Deutschland und verantwortet in dieser Rolle Sodexo als Dachmarke für Services der Lebensqualität in der DIAICH Region. Adrienne Axler ist Mutter von drei Kindern und engagiert sich aktiv für die Gleichstellung der Geschlechter. Sie ist in verschiedenen internationalen Netzwerken aktiv, u.a. im Rahmen des Sodexo Women’s International Forum for Talent und des European Women on Board.

 

 Adrienne Axler